WSJT: Betrug oder doch nicht?

      HB9DDS schrieb:

      Hier ein interessanter Beitrag:

      JT65

      Was meint Ihr dazu?


      Hallo Daniel,
      auf dieses Angebot, was es auch auf anderen Seiten gibt, Stichwort "Downloader/Installer" hatte ich nie gesetzt. Der FF hat selbst einen eingebaut und ich würde den Teufel tun, das dann nicht zu nutzen. Jedenfalls Danke für den Hinweis, von MS den den Scanner gesaugt (4 Minuten über WLAN, 69MB!) und dann etwa 22,8GB durchsucht in 15 Minuten ohne Befund. Avira-Pro ist hier immer dazwischen... :)

      73
      Gerhard

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „DC4LO“ ()

      Hallo zusammen,

      als wir 2009 mit 2m EME angefangen haben, bin ich auch über
      diese Diskussion gestolpert. Sie hat inhaltlich mehrere
      Kritikpunkte an WSJT, insbesondere JT65 Modes.

      Einer der wesentlichen ist das angebliche "cheaten" der
      "Deep Search" Funktion. Es wird dabei unterstellt, dass ab einem
      Empfangspegel von unterhalb ca. -20dB zumindest Teile des
      Rufzeichens bzw. Locators der Gegenstation aus den Daten einer
      im WSJT-Verzeichnis liegenden Datei mit Namen "CALL3.TXT" durch die
      Software entnommen werden können. Diese Datei enthält mindestens
      Rufzeichen und Locator von Stationen.

      Mann kann diese Datei mit einem Text-Editor ansehen und verändern.

      Nach dem nun in diesem Thread das Thema wieder aufkam, habe ich
      einfach mal Folgendes probiert:

      ich habe mal auf die Schnelle aus dem web eine .wav
      JT65B Datei heruntergeladen, und zwar aufgenommen von
      Tom, OE6TZE. Er hat auf seiner website mehrere recordings,
      ich habe das erstbeste genommen, einen CQ-Ruf von I2FAK in
      Mode JT65B.

      Ich habe bewusst keine der Beispiel- .wav Dateien von K1JT genommen,
      um jedweden eventuellen Verdacht einer Manipulation der recordings
      auszuschließen.

      (Seite runterscrollen, im letzten Drittel sind die .wav files)

      tomzurk.wordpress.com/2010/12/…eme-qso-mit-i2fak-franco/

      Auf meinem mir gerade zur Verfügung stehenden Notebook ist
      WSJT6 installiert, also eine schon etwas ältere Version der
      Software.

      Nun habe ich manuell in der CALL3.TXT **UND** in der CALL3.OLD
      den Locator von I2FAK von JN45 auf JN44 geändert und die Dateien
      gespeichert.

      Dann habe ich den PC heruntergefahren und anschließend neu
      gestartet. Es ist damit ausgeschlossen, dass RAM-speicherresident
      ein Abbild einer "alten" CALL3.TXT oder CALL3.OLD (mit dem
      korrekten Locator) liegt.

      Nun habe ich WSJT6 gestartet und mit verschiedenen Einstellungen
      von "Deep Search" die .wav Datei von Tom im JT65B Mode eingelesen.

      Nach dem Decoding des CQ-Rufes von I2FAK wurde jedesmal der korrekte
      Locator von I2FAK, nämlich JN45 angezeigt.

      Es ist zumindest beim decoding dieser .wav Datei NICHT so, dass
      auf einen Inhalt der CALL3.TXT Datei, z.B. hier den Locator,
      zurückgegriffen wird. Der Locator kommt hier definitiv aus dem
      empfangenen Signal.

      Im Bildschirmfenster von WSJT6 standen als Eingaben zum Testzeitpunkt
      (von mir so gesetzt) völlig andere Rufzeichen bei "To Radio" und den
      Message-Feldern.

      Damit war eine "Rekonstruktion" von Daten zum CQ-Ruf von I2FAK aus
      diesen Fenstern seitens WSJT6 unmöglich.

      Im Übrigen war während des Tests das WLAN/LAN "hart" ausgeschaltet, so dass
      ein eventueller online Zugriff aus WSJT6 heraus auf irgendeinen möglichen
      Datenbestand (Server) im web unmöglich war.

      Das Signal von I2FAK hatte bei Tom einen angezeigten Pegel von
      -22dB, was gemessen an der Wasserfall-Darstellung plausibel erscheint.

      Ob und ggfs. ab welchem Signalpegel 'Deep Search' "cheated" kann ich
      nicht sagen.

      Es gibt aber im web genügend JT65B etc .wav Dateien, so dass jeder
      das für sich selbst überprüfen kann.

      73, Klaus, DK3QN

      dk3qn.com
      Hallo zusammen,
      ich habe eben mal bei vhfdx.info auf 10m geschaut, wer wen mit WSPR hört und da wird auch eine Feldstärke von -30dB berichtet. Demnach stimmt diese Aussage mit < -21dB nicht. Ich habe den Auszug gezippt und den Text kann man mit dem Notepad ansehen.

      73
      Gerhard
      Dateien
      • WSPR.zip

        (552 Byte, 23 mal heruntergeladen, zuletzt: )