Wer hat Infos zu diesem HF-Marine Gerät? DDS möglich?

      Wer hat Infos zu diesem HF-Marine Gerät? DDS möglich?

      Hallo Leute,
      ich habe hier ein KW-Gerät, über das ich bis jetzt keine Information gefunden habe.
      Der Frequenzbereich geht von 1,6MHz bis 30MHz USB/LSB (100W).
      Die Freqeunz wird über die Tastatur eingegeben und kann mit den UP/DOWN (Pfeiltasten) in 100Hz Schritten verändert werden.
      Leider hat das Gerät keinen VFO-Abstimmknopf.
      Aus Zufall bin ich dann auf das Thema DDS gestoßen, wobei mein wissen darüber gleich null ist.

      Gibt es hier vieleicht einige Fachleute die wissen ob ein EIn/Umbau eines DDS möglich ist? (Anhand der angehängten Fotos).
      So das es über ein Encoder möglich wird die Frequenzen zu ändern und auch andere Abstimmschritte zu wählen.

      Wäre für jede hilfe oder Info sehr dankbar.

      Markus.
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      Hallo Markus

      Ich weiss nicht, warum du hier die beiden Themenbereiche Funkgerät und DDS vermischst.

      Einerseits hast du ein offenbar funktionsfähiges KW-Funkgerät, welches sicher auf den Afu-Bändern verwendet werden kann.
      Andererseits möchtest du einen DDS bauen.

      Zunächst würd ich mal sagen, dass das Funkgerät vermutlich einen DDS-Chip als VFO verwendet; dass nun kein VFO-Drehgeber verbaut ist, ist für Afuzwecke zwar etwas bedauerlich, aber andererseits auch in einem gewissen Rahmen verschmerzbar. Evt. lässt sich das Gerät über eine serielle Schnittstelle bedienen, wodurch man mit einem Mikrokontroller evt eine Art VFO-Encoder dazubauen kann.
      Nun aber das Gerät derart zu vergewaltigen, um dort an einen DDS zu kommen oder einen Encoder einzubauen, wär eine echte Schande. Falls du ne Lizenz hast, brauch es als Afu-Gerät so wie es ist; falls du keine Verwendung und auch keine Lizenz hast, verkauf es oder denk über die Lizenz nach.
      Wenn du etwas mit nem DDS machen willst, schau dir mal die Chips von Analog Devices AD9835 oder AD9851 an. In der Bucht findest du dazu Boards, wo der Chip schon verlötet und mit nem Oszillator versehen ist für wenige €. Dann brauchst du dich nur noch mit der Mikroprozessorprogrammierung für PICs oder AVRs vertraut zu machen und baust dir nen DDS ganz einfach selbst. Für nen DDS ein solches Funkgerät zu schlachten, wär schon etwas barbarisch :)

      73
      Pascal

      PS: hab mir gerade mal die Bilder aus deinem Zip angeschaut. So wie das aussieht, steckt dort kein DDS drin sondern mehrere PLLs für die unterschiedlichen Frequenzen.
      Hallo Pascal,
      erstmal danke für deine Antwort.
      Ja, ich bin Funkamateur aber seid einigen Jahren kein Betrib mehr gemacht.Ich war auch bis jetzt noch nicht im besitz eines KW-Transceivers.(Nur 2m/70cm).
      Ich hatte mir das wohl ein wenig einfacher vorgestellt mit der DDS Geschichte.
      Dachte eigendlich daran ein fertiges DDS-Modul mit LCD und Encoder zu kaufen um dann das Gerät auch im Vfo-Modus benutzen zu können.
      So wie es jetzt ist, ist es ja etwas umständlich nach Signalen zu suchen.
      Meine Vorstellung war ja, das man ohne riesigen Aufwand sowas bewerkstelligen kann. Also an einer bestimmten Stelle in der Schaltung das fertige DDS-Modul zwischen setzt.
      Aber ich lasse mich ja gerne aufklären :)

      Markus
      Hallo

      Mir ist nicht ganz klar, wie du mit nem externen DDS den VFO des Transceivers ansteuern willst. Dazu müsstest du ja die transceiver-interne VFO abschalten und von extern einspeisen - das klingt mir nach totalem Overkill - und das nur zum Zweck mit einem Drehknopf die Frequenz einzustellen. Zudem erreichen die gängigen DDS-Module kaum die Qualität des geräteinternen VFOs - die üblichen Verdächtigen AD9835/9850/9851 eigenen sich um an nem Elektronikarbeitsplatz eine mehr oder minder genaue Sinusquelle im unteren MHz-Bereich zur Verfügung zu haben, als VFO z.B. für ein Eigenbauprojekt müsste von mir aus gesehen dann schon ein hochwertigerer, und damit teuerer Chip her z.B. AD9951 oder besser.

      Wie ich schon gesagt hab; schau mal, ob sich das Gerät z.B. über eine serielle Schnittstelle oder CAT bedienen lässt - wenn ja, würd ich dort ansetzen: praktisch jeder Mikrocontroller hat ne UART, mit nem minimalen Programm kannst du nen Encoder auslesen und damit über die serielle Schnittstelle den VFO des Transceivers steuern - ich hab mal sowas für den FT-817 gemacht.
      Aber eben - Bedingung ist, dass eine Steuerung des VFO über eine serielle Schnittstelle vorgesehen ist.

      73
      Pascal
      Nur mal so ganz doof eingeworfen:

      Wenn er denn schon Up/Down hat, warum greifst du die nicht mit einem einfachen, billigen Drehgeber ab (R***helt und C***ad haben so viele davon, die müssen die für billig Geld verkaufen). Er ist doch schon digital in der Abstimmung, da muß man doch nicht noch mehr digital davorknallen. Die Drehgeber kann man sogar mit etwas Fingerspitzengefühl dahingehend modifizieren, daß der "Klick" wegfällt und sie sich dann wie ein Endlospoti verhalten. Schwerer Drehknopf aus einem Schlachtgerät, kleines Gehäuse mit dem Ganzen "on top" - fertig.

      Würde das Dein Problem lösen?

      73 Jörg
      Ja, das klingt auch sehr praktikabel, allerdings braucht es auch da nen kleinen uC, der den Drehgeber auswertet - das ist aber wirklich ne minimale Geschichte.

      Ich würd das auch so angehen - Up/Down Button abgreifen und via uC nen Drehgeber einbinden - et voilà.

      73
      Pascal
      Würde es eine Schaltung mit zwei/drei Transistoren und kleinen Elkos nicht auch tun? Im Prinzip muß man doch "nur" den ersten Sprung abfangen, und damit den Zweitkontakt (Gegenrichtung) für 2 bis 4ms sperren. uC ist sicherlich eleganter, keine Frage. Evtl. macht das das Gerät sogar von Haus aus, um den "großen Daumen" oder Fehlsprünge (Taster-Prellen) zu blockieren. Bliebe auszuprobieren. Try and Error - einfacher, als die Kiste komplett umzumodeln und nen unsinnigen DDS reinzubasteln.

      73 Jörg
      Also mit einem der gängigen Alps Encoder geht das nicht, da muss ein uC auswerten, ob nun clockwise oder counterclockwise gedreht wird, das lässt sich mit einer reiner Analogschaltung nicht machen.
      Und klar, die Kiste modifizieren und irgendwie mit nem externen DDS vergewaltigen, ist absoluter Unsinn.

      73
      Pascal
      Erstmal danke für alle Antworten!
      DDS hab ich mir jetzt aus den Kopf geschlagen. Nachdem was Ihr schreibt und mit meinen wissen darüber, ne Nummer zu hoch.
      Ich hatte zuerst auch schon drann gedacht an die UP/DOWN-Tasten anzusetzen. Mir ist aber aufgefallen, das bei jedem Druck auf einer der beiden Tasten eine Art Pfeifton zu hören ist der die Tonhöhe ändert. Es hört sich irgendwie so an als ob sich die Frequenz erst Einpendeln muß. Das ist zwar nur kurz aber wenn ich jetzt einen Drehgeber anstelle der Tasten betätige, könnte es doch sein das sich die Frequenz garnicht so schnell (einpendellt). Dann könnte ich erst wieder ein Signal hören sobald der Drehgeber still steht.? Ich weiß nicht ob das normal ist bei diesen Gerät oder ob da was nicht richtig läuft?


      Markus