SignalLink USB und sequenzer

      SignalLink USB und sequenzer

      Hallo zusammen !

      ich habe meinen signaLink USB installiert funktioniert alles RX und TX usw. Aber wenn ich nun einen sequenzer einbauen möchte, an welcher Stelle kann ich die PTT Steuerung (z.B. bei WSJT oder auch PSK usw.) herausführen um meinen sequenzer zu schalten ??

      Mein Setup ist folgendes:
      TRX: FT-847
      2 getrennte Koax-Leitungen für RX-TX
      PA und LNA
      SignaLink USB...

      Ich denke mein Problem wurde soweit verstanden

      Wer hat ein ähnliches Setup ??
      Tom, DL2IAN
      Hallo Tom,
      im englischen Manual ist auf Seite 14 beschrieben, auf welchen PINs auf der STBY-Buchse die Signale der PTT für eine PA gegen Ground geschaltet werden. Das wäre der eine Anschluss. An der Tuner-Buchse PIN 8 gibt es einen Eingang TX INH, der das Senden verhindert. Dann müßte aber der Sequencer einen Kontakt bereit stellen, der vom zuletzt geschalteten Relais dann die Sendung einschaltet. Das sollte aber auch im Handbuch stehen. Falls letzeres unklar ist, kann ich einen OM anschreiben, der diesen Anschluss am FT-857 aus diesem Grund benutzt.

      73
      Gerhard

      DL2IAN schrieb:

      Hallo Gerhard !

      also ich weiß wo ich am FT-847 anschließen muss PA LNA etc. Die Frage ist nur am SignaLink USB. Da gibt es auf dem JP1 einen Kontakt PTT. Diesen meine ich. Könnte ich den herausführen, um einen sequenzer anzusteuern ?

      Gruß Tom


      Hallo Tom,
      wenn Du z.B. eine 2m PA und LNA schalten möchtest, macht doch das von mir beschriebene Beispiel mehr Sinn, weil wenn der FT-847 auf 40m eingestellt ist, ist der 2m PTT-Ausgang nicht aktiv. Jeder Bandausgang kann bis zu 24V und 100mA schalten.

      Du kannst ja im SignaLink einen zusätzlichen Ausgang an die NF-Vox anschließen, dann sollten aber auch die Banddaten ausgewertet werden..., damit da nichts schaltet, wenn man auf dem falschen Band ist. Die Lösung von YAESU ist Klasse und voll durchdacht. Es wird also die jeweilige PTT auf dem Band angesprochen, wo man sendet.

      73
      Gerhard
      Hallo Tom,

      habe hier bis auf die getrennten Leitungen das gleiche Equipment. Ich habe mir einen Sequenzer von DH8BQA gebaut und schalte damit die PTT vom FT-847 immer als letztes. Funktioniert seit mehreren Jahren hervorragend und man muss sich nur an die kleine Verzögerung gewöhnen.
      Für nähere Erläuterungen schick mir einfach ne Mail an meine DARC-Adresse.

      73 Sven DL8HCO
      Kann mich Sven nur anschließen,
      habe die Squenzer von DH8BQA für 2m/70cm Contest Station seit einigen Jahren ohne Problem in Betrieb und seit einiger Zeit für 23cm den Stationmanager vom FA, der auch von DH8BQA entwickelt wurde.

      2m Squenzer im IC-271E eingebaut+PA+VV, 70cm IC475H+PA+VV+"contest box" mit Squenzer und Sprachspeicher (auch von DH8BQA), 23cm IC-1271E+PA+VV+Stationsmanager

      Alles was Sprachspeicher hat wir aus einer eigenen Batterie versorgt, alles andere vom selben NT wie der TRX, bzw aus dem TRX. Läuft im UKW Contest auch bei 750W ohne Probleme.

      73 Elmar DG7YEO
      Hallo zusammen !

      also, dass das mti dem Sequenzer gut funktioniert ist schon klaro. Hatte diesen vor 15 Jahren schon im Einsatz. Es ging mir eigentlich nur darum, zusätzlich aus dem SignaLink die PTT abgreife um sie an den Sequenzer anzuschließen. Es ist mir derzeit nicht klar, ob das ausgeführte PTT Signal ausreicht um den Sequenzer zu schalten.



      Den Sequenzer von Oli kenn ich. Aber meiner tut es auch noch und mein alter lna144 von SSB Elektronic ist auch noch in gutem Schuss.

      73s dann mal für heut
      Tom, DL2IAN
      Das Einfachste ist den PTT pin zw. SignaLink und TRX über den Sequenzer zu führen, aber dann kann es natürlich passieren das die ersten Signale aus dem PC verloren gehen.
      Vieleicht kann man ein entsprechendes Delay in der Software einstellen, also quasi nach dem PTT von PC geschaltet X Millisekunden warten und dann erst das NF-Signal übertragen.

      73 Elmar DG7YEO
      Hallo zusammen !



      Danke Klaus, ich hatte natürlich vorher auch in google gesucht, aber nichts gefunden. Es kommt immer darauf an was man an Stichworten eingibt. Nichts desto trotz, es ist klar, "dat geit net" so wie ich mir das vorgestellt habe. Also werde ich mich dann doch erneut mit meinem microham MK2R+ auseinandersetzen. Der hat ja schon einen eingebauten sequenzer. Nur hab ich ein Problem damit, wo ich noch mein Koaxrelais anschließen soll. ich habe Ports für den TRX, PA und LNA aber für das Koaxrelais hab ich da nichts mehr frei.

      Naja, ich werde dann halt wieder umstellen und mich neu versuchen. Ich hab ja Zeit. Derzeit bin ich noch im Probeaufbau. Noch keinen Mast, Armstrong-Rotor usw.

      Ok dann ma danke für die Infos Jungs, evtl. sieht man sich in Bensheim/Weinheim UKW-Tagung.

      de Tom, DL2IAN
      Tom, DL2IAN
      Hallo Tom, DL2IAN,

      Tigertronics-USB und Sequencer verträgt sich nicht, wie bereits in dem von mir
      zitierten Link zu lesen ist. Das Tigertronics Interface erzeugt aus dem Audio-Signal
      seiner eingebauten Soundkarte die PTT-Steuerung.

      D.h. das PTT-Out Signal wird erst dann erzeugt, wenn die Audio für die Sendung
      bereits ansteht.

      Das ist selbst bei Betriebsarten wie JT65 hinderlich, obwohl dort die Audio ca.
      900 mS nach dem "Hardware" PTT-Out erfolgt, per Definition für JT65 modes.

      Da das Tigertronics eben *nicht* mit einem Hardware-PTT-Out (separate RS-232/
      virtuelle RS-232 wie bei den microHam Interfaces) arbeitet, wartet es mit der
      PTT-Out Steuerung solange, bis ein Audio-Signal anliegt. Deshalb auch die
      Bezeichnung "VOX" für die Tigertronics PTT-Steuerung. Das ist somit halt *nix*
      für Sequencer-Anwendungen.

      Ich weiss nicht, welche Betriebsarten du mit dem Sequencer abdecken willst.

      Falls es v.a. JT65 ist, dann können z.B. die microHam Interfaces das sehr gut
      leisten, da ab der Version digiKeyer 1 aufwärts ein Sequencer eingebaut ist,
      zumindest nach meinem Kenntnisstand.

      Ich selbst verwende für JT65B EME auf 2m den digiKeyer 1 von microHAM und
      der funktioniert problemlos in meiner Stationskonfiguration. Andere Modes
      als JT65 mache ich damit nicht.

      Falls du andere Programme/Modes verwendest, kann es möglicherweise
      passieren, dass die ersten -zig Millisekunden deiner Sendung abgeschnitten
      werden, wenn du einen Sequencer verwendest.

      Das kann m.E. auch bei einem microHAM Interface passieren. Diese Interfaces
      verwenden den MS-Windows (R) Audio-Treiber. D.h. es gibt dabei keine Funktion
      wie

      'delay audio output for nnn mS after PTT closure command'

      im Treiber eingebaut. Das müsste dann das digi-Programm selbst leisten.

      Ob solche Programme das leisten können, weiss ich nicht, da ich ausser mit
      WSJT (JT65B) und einer Sequencer-Umgebung keine weitere Erfahrung habe.

      Auf Kurzwelle wird man i.d.R. keinen Sequencer a la VHF/UHF benutzen, da
      man nicht diverse/mehrere Komponenten in einer geeigneten Zeitabfolge
      schalten muss. D.h. i.d.R. muss halt 'nur' die PA (sofern in Verwendung)
      mindestens so schnell schalten wie der TRX. Und das ist kein 'Hexenwerk'.

      73, Klaus, DK3QN

      dk3qn.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „DK3QN“ ()

      Hallo Klaus !

      ja, das habe ich gelesen mittlerweile mit dem SignaLink. Blöd halt, aber durch den Einsatz meines microham MK2R+ hab ich ein Gerät gespart *grins.

      Also ich weiß nicht, welche Abfolge in nnn ms du eingestellt hast, aber ich denke, dass bei den 900 ms das locker drin ist.

      Wenn du EME machst dann hast du wohl auch getrennte RX-TX Leitung. Mich würde nur interessieren an welche Ports (Bezeichnung microham) du was angeschlossen hast, vor allem den TRX und ein eventuelles Koaxrelais.

      73s
      Tom, DL2IAN
      Hallo Tom, DL2IAN,

      noch 'mal zum Verständnis:

      In den JT65 Betriebsarten ist nach meiner Kenntnis eine Verzögerung
      des Audio-Outputs gegenüber PTT-closure von ca. 900 mS sozusagen
      im Programm integriert.

      Somit gibt es bei der Anwendung von Sequencern hierbei keine Probleme
      mit "abgeschnittenen" ersten Audiosignalen, solange die Summe der
      einzelnen Sequencer-Zeiten kleiner 900 mS bleibt.

      Bei anderen Betriebsarten kann das allerdings m.E. passieren. Nämlich
      dann, wenn die Audio schneller "kommt" als die Summe der Sequencer-
      Steps dauert. Ich hab das jedoch noch nicht mit anderen Modes bzw.
      anderer Software praktisch ausprobiert.

      Die Software müsste dann einen Parameter haben, der eine Verzögerungs-
      zeit (nnn Milli-Sekunden) für die Ausgabe von Audio *nach* dem Aktivieren
      des PTT-closure commands erlaubt. Damit könnte erreicht werden, dass
      Audio erst nach dem Gesamt-Ablauf der Sequencer-Prozedur ausgegeben
      wird.

      Für RTTY, PSK und derartige Betriebsarten wäre ein "delay" des Audio-Streams
      von, sagen wir mal, 100, 200 oder 300 mS sicherlich kein Problem.

      Bei Betriebsarten wie Amtor, Pactor etc. wird es ein Problem geben, da diese
      Betriebsart(en) ein sehr schnelles Umschalten von RX nach TX und zurück
      voraussetzen.

      Der digiKeyer (wie andere Sequencer auch) schaltet mit seinem eingebauten
      Sequencer lediglich die *PTT-Leitungen* in einer zuvor definierten Abfolge.
      Es gibt jedoch in der digiKeyer Konfigurations-Software keine Möglichkeit,
      den Audio-Output-Stream mit einem Delay zu versehen!

      _..._

      Meine Konfiguration für JT65B sieht so aus:

      TRX Yaesu FT-847

      Ein gemeinsames Koax für RX/TX (Ecoflex-15).

      microHAM digiKeyer 1, daran angeschlossen:

      1. TRX, incl. TX PTT
      2. PA PTT an PA
      3. LNA PTT steuert eine DCW-2004 Fernspeiseweiche
      von SSB-Electronics, die wiederum einen SSB-Electronics
      Pre-AMP MHP-145 steuert (Umschalt-/Versorgungsspannung).
      Der MHP-145 hat 2 eingebaute Koax-Relays, die mit Anlegen
      der DC-Versorgungsspannung aktiviert werden, sodass der
      Signalweg über den Pre-Amp läuft. D.h. der LNA PTT Ausgang
      des micoKeyer digiKeyer 1 schaltet im Zustand "high" (PTT nicht aktiviert)
      über die DCW-2004 die Versorgungsspannung für den MHP-145
      *EIN*, im Zustand "low" (PTT aktiviert) schaltet er die Versorgungs-
      spannung für den MHP-145 *AUS*.

      (Nachtrag) Dadurch wird erreicht, dass bei nicht eingeschalteter Anlage
      oder bei Ausfall der DC Versorgungsspannung für den VV und die Relays
      während des Betriebes, der VV überbrückt wird. (Ende Nachtrag)

      Die PTT-Output-Anschlüsse sowie der TX-Eingang an der DCW-2004
      werden nicht verwendet. Die Weiche wird lediglich für das
      Schalten der Pre-Amp-/Relais-Spannung benutzt. Sie hat dabei
      einen eingebauten "tail"-delay von 200 mS (am Ende einer Sendung)
      den ich eigentlich nicht bräuchte, das das der digikeyer auch
      erledigen kann ("LNA PTT Delay"). Ich hatte die Weiche bei mir
      von einem früheren Projekt herumliegen und habe sie deshalb
      für diese Anwendung genommen.

      Details zu dieser Konfiguration sind aus den Datenblättern für
      MHP-145 und DCW-2004 ersichtlich:

      Link zum Downloadbereich von SSB-Electronics:

      ssb.de/shop_content.php?coID=13


      73, Klaus, DK3QN

      dk3qn.com

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