Wer hat schon ausprobiert: Morgain-Antennen und DO-Antennen für 30, 40, 80 und 160m auf einem Dachboden mit wenig Platz

      Wer hat schon ausprobiert: Morgain-Antennen und DO-Antennen für 30, 40, 80 und 160m auf einem Dachboden mit wenig Platz

      Hat jemand vielleicht schon Erfahrung gesammelt mit Morgain-Antennen Antenna Morgain 40-80 metri 80-160 by IM0JZJ - i1wqrlinkradio.com oder sogar einen kombinierten Aufbau einer Morgain-Antenne mit einem strahlungsgekoppelten Dipol so wie bei der DO-Antenne ausprobiert? Die Idee mit dem strahlungsgekoppelten Dipol - funktioniert das in der Praxis tatsächlich zufriedenstellend gut?

      Ich habe hier auf dem Dachboden eines Altbaus nicht all zu viel Platz und überlege mir für die Bänder 160, 80, 40 und 30m etwas zu basteln. Problem dabei ist, das die gestreckte Gesamtlänge des Dachbodens noch nicht gemessen wurde und vermutlich nur ca. 20-25 m beträgt - also sehr kurz!

      Könnte also für 160m möglicherweise doch nicht funktionieren. Es sei denn, man kann die Enden der Antenne um 90 Grad abwinkeln oder/bzw. elektrisch mit Spulen verlängern. Hat sich schon mal jemand mit so einem Drahtverhau beschäftigt und wie kurz darf die Antenne speziell auf 160 und 80m sein, damit man überhaupt noch akzeptabel damit arbeiten kann? Ich suche eine vollwertige Antenne, die auch halbwegs gut funktioniert und wo man nicht das Gefühl hat, das Leistung verbraten wird.

      Die Bänder 30 und 40 m sollten ja kein Problem sein, nur 80m und vor allem 160m machen mir Kopfzerbrechen!
      Vor allem für 80 und 160m suche ich noch immer intelligente Antennenlösungen mit Draht, die in den Dachboden reinpassen und mit denen auch noch vernünftig gearbeitet werden kann. Vielleicht hat ja schon mal jemand ein wenig mit den DO-Antennen oder auch den Morgain-Antennen experimentiert oder hat jemand eine ganz andere Lösung wie z.B. eine Draht-Loop?

      Der Zweibandkurzdipol für 80 und 40m vom Rothammel mit den beiden Spulen von 120 uH ist zwar auch so eine Lösung, die ich nicht unbedingt anstrebe, weil ich am liebsten ohne Spulen oder Traps auskommen würde, aber in der Not ...

      Am liebsten würde ich die Antennen für 30, 40, 80 und 160m zusammen mit einem Koaxkabel speisen, weil ich für die höheren Bänder schon mit einer Cobweb Antenne spekuliere und ich nicht so viele Koaxleitungen ins Shack habe.

      Michael, OE1CIW
      Hallo Michael

      Da hast Du genügend Platz auf dem Dachboden für 160 m. Ich empfehle Dir eine Dipolantenne mit Endkapazitäten und einem Azomatiktuner für die Einspeisung. Dann geht es auch mit Koaxkabel, wie von Dir gewünscht. Als Endkapazitäten kannst Du Drahtgitter montieren. 5 -10 m2 auf jeder Seite, senkrecht angeordnet. Auf der Transceiverseite des Antennentuners einen geeigneten Ringkern (FT240-77) und 5-10 Windungen Koaxkabel. Dasselbe mit dem Ringkern für die Stromzufuhr und falls vorhanden für Steuerleitungen. Steuerleitungen sind nicht erforderlich, wenn der Tuner einen Automatikmodust hat.

      Mit dieser Antenne bist Du auf 160 m etwa 6 dB schlechter als eine Dipolantenne voller Länge und auf 80 m gleich stark wie eine volle Dipolantenne.

      73. Peter - HB9PJT
      Hallo,
      ich würde eine Variante mit einer Hühnerleiter versuchen:
      Baue einen Dipol mit abgewinkelten Enden. Dann solltest du, nach deiner Beschreibung oben, so auf ca. 2x15...2x20m kommen. Wenn du dann noch schaffst, ausreichend Hühnerleiter zu benutzen, könnte es auch auf 160m reichen (wobei 160m einfach keinen Spaß macht, besonders wenn die Antenne noch im Gebäude und somit im QRM-Nebel ist). Für 80m wärs allemal gut. Ggf. kannst du die Hühnerleiter ja sogar bis ins Shack legen. Ansonsten gibts folgende Tricks für die Anpassung:
      1. Zwei parallele Koaxlkabel für die Wanddurchführung ins Shack nutzen und dort einen manuellen Tuner anschließen
      2. Einen Balun (aber bitte einen, der auch symmetriert) verbauen und das Koaxkabel ins Shack lagen (Verlustbehaftet...je länger das Koax hinter dem Balun, desto schlechter)
      3. Einen Externen Tuner an die Hühnerleiter machen und von dort mit Koax ins Shack. (Ein externer, symmetrischer Tuner wäre schön, muss aber nicht sein. Es geht auch mit einem SG230 (o.ä.) und einer Mantelwellensperre)

      Sollte dein Tuner es nicht schaffen den Dipol abzustimmen, kannst du mit unterschiedlichen Hühnerleiterlängen die Antenne "anpassen"

      Vorteile des Hühnerleiterdipols:
      - günstig
      - einfach
      - multiband
      - funktioniert sehr gut.

      73 de DK5OH (Tim)

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      Es sei denn, man kann die Enden der Antenne um 90 Grad abwinkeln oder/bzw. elektrisch mit Spulen verlängern.


      Ja! Sowas ähnliches hört man oft. Häng den Dipol mittig oben an den Dachbalken, an den Außenenden legst Du die beiden Enden Schräg an die nach unten führenden DAchbalken. Einen nach hinten, einen nach vorn. Quasi ein dreidimmensionales "Z". Die beiden Hälften sollten gleich lang sein. Bei einer Hausbreite von 12m und "normaler" Schräge kommst Du so grob auf 6+3m pro Schenkel > 2 x 9m. Die HL kannst Du dann nach unten ziehen und danach durch schräges "verlegen" (aka aufhängen) noch künstlich ein bißchen verlängern. So solltest Du auch auf gut 4 bis 5 Metrn kommen. Meine hängt z.B. in großen Schleifen auf dem Dachboden - allerdings ist meine Antenne draußen.

      Du kannst die Antenne durch einfügen von beidseitig der gleichen Spule (gleich am Speisepunkt) auch zusätzlich verlängern. Ob die Antenne dadurch allerdings 160m-tauglich wird, ist fraglich. Gehen wird sie irgendwie - obs halbwegs brauchbar ist, muß man sicher ausprobieren... Ich würde sie erstmal weglassen. Denn mehr, als die Antenne "abstimmbarer" machen, erreichst Du damit in der Regel nicht.

      Wenn Du etwas mehr Platz hast, kannst Du das ganze auch als Breitdipol ausführen. Das schafft mehr strahlende Fläche und schafft auch mehr Bandbreite. Mit sowas hatte ich als kurzem gestreckten Dipol vor einigen Jahren mal recht gute Resultate.

      73 Jörg