Endgespeister Draht aber welcher ?

      Endgespeister Draht aber welcher ?

      Hallo zusammen :)

      Ich bin neu hier und begrüße erst einmal alle hier und bedanke mich für die Aufnahme.

      Fange dann auch gleich mal mit der ersten frage an Welcher Draht sich am besten machen würde. Problematik es kommt nur ein Endgespeister Draht in Frage da sonst die Zuleitung meiner Meinung nach zu mächtig wird auf Verluste gerechnet. Länge Max. 60m und am Ende des Grundstücks 6m über dem Boden Einspeisepunkt 4 Etage am Schornstein.

      Es sollten möglichst alle KW Bänder Funktionieren ohne Externen AT sondern nur mit dem Internen des TS-2000

      für eure Hilfe wäre ich sehr dankbar.


      draht.jpg
      Hallo..
      Ich würde einen Smartuner ( z.B. CG-3000) benutzen. Dort Draht so lang wie es passt ( auf dem ein oder anderen Band könnte es Probleme mit bestimmten Längen geben. Da muss dann experimentiert werden ).
      Dann ein Draht als Gegengewicht z.B. auf dem Dachboden verspannt.
      Alles andere mit Magnetic Balun usw. ist in meinen Augen nur Leistung Verbrennen und man wird schön leise.

      Ich selber verwende auch seid Jahren Smartuner und Drähte mit Längen wie es gerade passt.
      Und das mit sehr gutem Erfolg.
      QRV....160,80,15,10m in SSB/BPSK/JT-65 etc.



      73´ de Matze.....SDR geschädigt :)
      nur mit dem Internen des TS-2000


      Das funktioniert nicht über alle Amateurbänder. Bei einem OK, mit Radial eine Halbwelle spannen, ggf. auch noch auf den geraden Folgebändern, mit Abstrichen und viel Fummelei. Die internen Tuner sind in der Regel von 15 bis 100 Ohm - ggf. 15 bis 150 Ohm ausgelegt. Das paßt nicht. Das mit dem Smart-Tuner oder dem CG-3000 ist eine Variante - die beste. Alternativ gibt es natürlich auch noch die Balun-Variante, aber auch hier muß es nicht überall passen - und wenns nicht paßt oder grenzwertig ist, hast Du deutlich mehr Verluste, als mit dem Draht-Tuner.
      danke erst einmal für die Antworten , jetzt ist mir eingefallen das ich früher mit einer FD-4 KW gehört habe und mit dem Internen Tuner zurecht kam. 20m war nicht möglich mit dem Internen aber das dürfte irgendwann mit einem externen gehen. Bei der FD-4 würde die Einspeisung nur in der Luft hängen samt Koax aber die Zuleitung von 20 m ist da wohl außer acht zu lassen. Taugt die Antenne was ? Würde mir zumindest aufwendiges Gegengewicht sparen.

      73
      Die Fritzel FD-4 ist recht verbreitet. Sie arbeitet auf den geraden Bändern ab 80m (kein 160m!) ohne Tuner, wobei ein SWR von <2 als gut angesehen wird, was die modernen TRX schon zum Abregeln bewegt. Für alles andere brauchst Du den Tuner, da sollte der interne reichen, wenn Du die Höhen sowie die Aufbau- und Abstimmanweisung beachtest. Dort, wo das Koax angesaftet wird, mußt Du einen Mittelmast setzen, um Einspeisepunkt und Kabel stützen bzw. abfangen zu können und das Koax sollte im Idealfall im 90-Grad-Winkel zur Antennenspannrichtung weggeführt werden, um Einkoppeln zu verhindern. Nicht nur 5m!

      Du mußt Dir allerdings im Klaren sein, daß Du den kompletten Koax-Weg auch wieder mit hohem SWR fährst und damit mit - wenn auch bei 20m geringen - Verlusten. Nebenbei können auch Mantelwellen/Mantelströme auftreten, die Du bis an den TRX bringst, wenn Du dort keine Sperre anbaust. Auch solche Effekte können die durchaus empfindlichen internen Tuner zur technischen Aufgabe zwingen.... Solange das SWR <2 bleibt, geht das alles noch. Ich weiß aber nicht, wie es auf 17, 12 und ganz speziell 15m aussieht!
      Hallo
      Wenn G5RV dann bitte Eigenbau.
      Die originale Wiremann und wie das ganze Zeug heißt macht bei Regen und Eis etc. schnell viele Probleme ( Leiter Abstand zu gering etc. ).
      Ich habe eine G5RV selbst gebaut mit Hühnerleiter Abstand von ca. 100mm.
      Das ganze Sauber aufgespannt und etwas die HL getrimmt.
      So konnte ich 80-10m mit nur dem internen Tuner des IC-746 anpassen.
      Für mich als Kompromiss die beste Lösung.
      QRV....160,80,15,10m in SSB/BPSK/JT-65 etc.



      73´ de Matze.....SDR geschädigt :)
      Ich glaube, Du unterschätzt die Kräfte beim Spannen von Drähten, zumal dort Stahllitze mit PVC-Mantel zum Einsatz kommt. Die Hühnerleiter zieht ja auch am Mittelpunkt. Klar bekommt man das hin, aber dann brauchst Du kräftige Aufhängungen.

      Die kommerziellen G5RV würde ich Dir heute nebenbei ebenfalls nicht mehr empfehlen. Das hat nicht nur was mit Eis und Schnee zu tun, sondern die dort mitverkaufte PVC-isolierte Stahllitze fängt nach 2-3 Jahren an, sich aufzulösen und die Antenne wird übel... Ich hatte so ein Ding, nur mit 450-Wiremann. Nach 3 Jahren ging der Spaß los, als ich sie nach 5 Jahren abgehängt habe, war nur noch Rost übrig, der Rest hat sich beim Abhängen im Hof verteilt, wiel der Mantel nicht UV-Fest war.

      Die Variante von Matze ist besser. Verwende aber gescheiten Draht - z.B. 1-3mm Alu, der ist definitiv Wetterfest und UV-stabil. Beide Schenkel aus einem Stück Draht fertigen, dann hast Du auch keine Stoßstellen in der Antenne. Gibts als Weidezaundraht extrem billig zu kaufen. Vom Gewicht und den Zugkräften ist das dann auch was anderes, als Kupfer oder Stahl. Das kannst Du fast mit einer Hand stramm halten ;)

      73 Jörg
      Hallo,
      Wenn du keinen Tuner hast (und auch keinen bauen bzw. Für ca. 120€ gebraucht kaufen möchtest) ist eine G5RV eine gute Wahl.
      Mit einem Tuner empfehle ich eine komplette Doppel-Zepp, also mit Hühnerleiter bis zum Shack bzw. Hauswand und erst dort den Balun montieren.

      Von reinem Stahldraht würde ich die Finger lassen. Gerade bei niedrigen Frequenzen steigt der Widerstand erheblich an. Kupfer oder Alu ist die bessere/richtige Wahl. Ich hab mal bei HB9ASB's Blog etwas von -10db und mehr auf 160m zwischen Kupferdraht und Stahldraht gelesen.
      Es gibt natürlich gute Lösungen von DX-Wire (Stahl+Kupfer kombiniert). Das ist sehr zugfest und hat gute HF-Eigenschaften.
      Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit Bindeswehr-Feldleitung gemacht. Die ist auch sehr reißfest, eine Kombination aus Kupfer und Stahldrähten und vorallem günstig.

      Wenn du einen Dipolschenkel und die eine Seite der Hühnerleiter durchgehend, also ohne Lötstelle/Klemmstelle aus einem Draht baust, reicht ein günstiger 1€ Isolator in der Dipolmitte.
      Bei einer Trennstelle zwischen Hühnerleiter und Dipol benötigst du eine gute Befestigung der Hühnerleiter am Mittenisolator. Denn sonst hast du dort eine Sollbruchstelle ;)


      73
      Tim

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      Hallo, ich habe so einen endgepeisten Draht seit längerem in Betrieb. ca. 40m lang, in ca. 6m Höhe. Als Grobanpassung habe ich umschaltbare Spulen (als Spartrafo) aus einem alten AAG-100 im Einsatz, direkt am Einspeisepunkt, mit normalen Printrelais umschalbar. Mein TS-440 kann das Ding auf den meisten Amateurbändern anpassen, auf 20m gehts sogar ohne internen Tuner. Nur auf 160m (da ist das Ding niederohmig (Und mein Haus mit dem Blitzschutz das Gegengewicht), und da ist der interne Tuner nicht in Betrieb), muss ich einen externen Tuner (MFJ-941) nutzen. Auf den unteren Bändern, bis 20m, geht das Ding ganz gut, allerdings weniger für DX.

      73
      Karsten