Sequencer Schaltplan

      DL8YEV schrieb:


      Der Transverter erzeugt beim Umschalten einen kurzen Spike auf der TX-Leitung. Das könnte den VV rückwärts zerstören.

      Hallo André, das kann ich nicht nachvollziehen, wie aus einem Transverter beim Umschalten ein kurzer Spike auf die TX-Leitung kommen soll. So lange am Transverter kein TX-Eingangssignal angelegt ist, kann da wirklich nichts rauskommen. Es gibt auch keine Erklärung wie das erfolgen soll, also was denn im Transverter so passieren würde, damit ohne Steuersender ein kurzes Sendesignal erzeugt würde.

      73, Peter - HB9PJT

      DL8YEV schrieb:



      ein paar Möglichkeiten.
      Der Transverter erzeugt beim Umschalten einen kurzen Spike auf der TX-Leitung. Das könnte den VV rückwärts zerstören.
      Die PA hat eigene Koaxrelais weil Teile des Equipments auch portabel genutzt werden. Die Transverterausgangsstufe könnte zerstört werden.
      Mikrowellentransistoren sterben meistens langsam. Jeder falsche Schaltvorgang tut seinen Anteil daran.
      Heutzutage herrschen auf den Mikrowellen mit Transistoren erzeugte Leistungen wie früher auf 2m vor. Mein 13cm Verstärker leistet 500W. Auch bei den besten Koaxrelais sind die Leistungen am nichtgeschaltetem Port noch zerstörerisch.
      Bei einem genau definierten Ablauf sind diese Dinge praktisch ausgeschlossen.


      Hallo André,

      Bei Benutzung eines einzigen Koaxrelais ist das alles ausgeschlossen

      73
      Peter

      HB9PJT schrieb:

      Hallo André, das kann ich nicht nachvollziehen, wie aus einem Transverter beim Umschalten ein kurzer Spike auf die TX-Leitung kommen soll. So lange am Transverter kein TX-Eingangssignal angelegt ist, kann da wirklich nichts rauskommen. Es gibt auch keine Erklärung wie das erfolgen soll, also was denn im Transverter so passieren würde, damit ohne Steuersender ein kurzes Sendesignal erzeugt würde.

      73, Peter - HB9PJT
      Hallo Peter,
      das habe ich messtechnisch aber im einigen Fällen nachweisen können. Es betrifft Konzepte mit einem umgeschalteten Mischer für RX/TX und dabei insbesondere Exemplare mit sehr selektiv aufgebautem TX-Zweig. Im Moment des Umschaltens hängt der TX-Zweig in der Luft. Ältere Designs sind nicht immer unbedingt stabil.

      DJ7WW schrieb:

      Hallo André,

      Bei Benutzung eines einzigen Koaxrelais ist das alles ausgeschlossen
      Das stimmt. Die Erklärung warum das in der Praxis nicht immer so realisiert ist steht oben.
      73
      Peter

      73, André
      Ich kann die Lösung mit nur einem Koaxrelais und getrennten Leitungswegen für RX und TX ab dort auch nur empfehlen bezüglich Betriebssicherheit. Die PA kann doch trotzdem zusätzlich eigene Relais bekommen, wenn sie auch in anderen Konfigurationen betrieben werden soll. Zur Betriebssicherheit reicht ein einstufiger Sequencer; wenn die PA eigene Relais hat, sollten diese am besten dauergeschaltet sein (aber Ruhestrom nicht).

      Schwingneigung in transienten Zuständen als mögliche Ursache für Fehler bei nur einstufiger Umschaltung wurde schon genannt. Besser beseitigen als umgehen.

      Nicht ganz einfach ist es meist, den TRX selbst zu verzögern, wenn kein Transverter verwendet wird. Da gibt es zu viele Wege, ihn auf Sendung zu schalten, die alle blockiert bzw. über den Sequencer geführt werden müssen. Manche benutzen als Schutz den ALC-Eingang, der erst nach Ablauf der Verzögerungszeit freigegeben wird.

      Man sollte auch immer dran denken, die Schaltungen so auszulegen, so daß bei Fehlern z. B. der Verkabelung trotzdem ein sicherer Zustand erreicht wird. Also alle Relais so, daß sie in Ruhestellung den TX-Pfad schalten. Auf "RX" schalte ich nicht gegen Masse, sondern über eine positive Spannung, um zu verhindern, daß ein Kurzschluß im Kabel oder herausgezogener Stecker mit Chassiskontakt das versehentlich tut. Solche Fragen sind bei fliegenden Aufbauten (Fieldday) besonders zu beachten.

      Gruss Henning
      Hallo zusammen!

      Danke für die vielen Antworten.
      In der Tat möchte ich gerne den Ablauf für 2m so haben:
      1. VV-Spannung abschalten
      2. VV-Relais umschalten
      3. PA anschalten
      4. TRX PTT durchschalten

      Ich werde mal einiges ausprobieren und sollte noch Bedarf stehen, melde ich mich nochmal. Vielen Dank aber erstmal!

      73 de DM2SR
      UKW/GHz/ Chat
      QRV 2m (MS,AU,ES,TR,EME) 70cm, KW
      Mails bitte an E-Mail

      DM2SR schrieb:

      Hallo zusammen!

      Danke für die vielen Antworten.
      In der Tat möchte ich gerne den Ablauf für 2m so haben:
      1. VV-Spannung abschalten
      2. VV-Relais umschalten
      3. PA anschalten
      4. TRX PTT durchschalten

      Ich werde mal einiges ausprobieren und sollte noch Bedarf stehen, melde ich mich nochmal. Vielen Dank aber erstmal!

      73 de DM2SR

      Die Versorgungsspannung des eigentlichen VVs würde ich immer eingeschaltet lassen. Die tolerierte Leistung des VVs am Eingang ist mit Versorgungsspannung wesentlich höher. Einzig wenn der VV schwingt macht ein Ausschalten Sinn. Das sollte auf 2m aber heute kein Thema mehr sein.

      73,André

      Ich werde mal einiges ausprobieren und sollte noch Bedarf stehen, melde ich mich nochmal. Vielen Dank aber erstmal!
      73 de DM2SR


      Schau die mal die Seq. von DH8BQA an, wurde z.b. im FA 6/2008 beschrieben.

      Ich habe verschiedene Versionen davon im Einsatz, einzig die von ihm beschrieben Lösung des "CW-Problem" hat bei mir oft Probleme gemacht,
      was meist dran lag das meine TRX entweder eine negative Tast-Spannung verwenden oder bei der optokoppler Variante des Sequenzer eine Tast-Spannung >5V.
      Ansonsten nie Problem mit den Teilen gehabt. Das mit CW ist auch erst ein Problem seit wir wieder mit ein paar OMs Contest machen, da ich selber kein CW kann.

      vy73
      Elmar